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Graubünden
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Lai da Rims

Sanft landet meine Parachute etwa 2 Meter vom Ufer entfernt auf dem türkisblauen Wasser. Schon löst sich ein Schatten vom steil abfallenden Ufer und steigt zielstrebig in Richtung meiner Fliege. Ungestüm nimmt der ca. 40 cm grosse Bachsaibling den Köder und ich hebe die Rute. Der Kontakt dauert indes nicht lange, der Fisch flüchtet sich wild überschlagend in Richtung Ufer, wo dann die widerhakenlose Fliege aushängt......

Aber heute kann der, sonst ärgerliche Vorfall, meine gute Laune nicht trüben. Ich fische zusammen mit zwei Freunden zum ersten Mal an einem der schönsten Bergseen in Graubünden, dem Lai da Rims im Münstertal.

Schon im Frühling haben wir Pläne geschmiedet, doch ein Ausflug ins Val Müstair wurde infolge des kalten Frühlings und Sommeranfangs immer wieder verschoben. Im August passte dann alles zusammen; meine Freunde Andrea und Housi hatten Zeit und der Wetterbericht sah verheissungsvoll aus.

Der Lai da Rims ist ein Privatsee (er ist Eigentum des Klosters Müstair), darf aber mit Tageskarten befischt werden. Die vorbestellten Bewilligungen konnten wir am Samstag nachmittag beim zuständigen Fischereihauptaufseher Pio Pitsch in der Fischzuchtanstalt in Müstair abholen. Pio erwartete uns mit Fotos vom See und nützlichen Informationen zum Fischbestand, danach durften wir einem Rundgang durch die Anlage machen. Nach einem gediegenen Abendessen in Müstair und einer kurzen Nacht in der Jugi St. Maria starteten wir am frühen Sonntagmorgen zum Aufstieg. Den ersten Teil bis zur Alp Las Clastras bewältigten wir mit dem Mountain-Bike. Danach 500 Höhenmeter zu Fuss bis zum grössten Bündner See oberhalb der Waldgrenze.

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Als wir uns erwartungsvoll dem Ufer näherten, sahen wir schon die ersten Ringe auf der sonst spiegelglatten Oberfläche. Schnell waren unsere Ruten gerüstet und Housi begann mit Fischen, während Andrea und ich zuerst ein paar Fotos machten. Wir fischten eine Runde um den See bis gegen 14 Uhr und machten dann eine gemütliche Mittagspause.

Wir fingen zuerst mit kleinen Goldkopf Nymphen auf Sicht viele Bachsaiblinge zwischen 22 bis 28 cm. Als dann etwas Wind aufkam und die Oberfläche des Sees aufkräuselte, wechselten wir auf Trockenfliegen und fingen auch einige eher magere Bachforellen. Die ebenfalls eingesetzten Namaycush liessen sich an diesem Tag nicht blicken, sie sind geschützt und dürfen nicht entnommen werden.

Leider fingen wir kein wirklich grosser Fisch aber dieser herrliche Bergsee mit seiner unglaublichen Wasserfarbe an einem wunderschönen Tag alleine zu befischen war auch so ein bleibendes Erlebnis.

Lai da Rims – Wir kommen wieder!!

 

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